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Kontaktzündungen, kontaktgesteuerte Transistorzündungen, Induktions- und Hallgeber gesteuerte Transistorzündugen
M 117 Zündverteiler zerlegen
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8 Jahre 5 Monate her #5968
von Obelix
Gruß
Christian
Obelix antwortete auf M 117 Zündverteiler zerlegen
Hallo Carsten,
der Zündzeitpunkt muss sich beim Abschalten der Spätverstellung um 12 Grad in Richtung früh verstellen.
Gruß
Obelix
der Zündzeitpunkt muss sich beim Abschalten der Spätverstellung um 12 Grad in Richtung früh verstellen.
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Obelix
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Christian
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8 Jahre 5 Monate her #5969
von ckrebs
ckrebs antwortete auf M 117 Zündverteiler zerlegen
Hallo zusammen,
Eigentlich waren mir die Zusammenhänge weitgehend klar. Ich wusste nur nicht ganz, wann das Ventil zwischen Drosselklappe und Spätverstellung ZVT durchschaltet und wann sperrt. Aber dann ist es jetzt logisch (auch in Verbindung mit der Erläuterung von Volker in "123 ignition und Motoren mit Spätverstellung des Zündzeitpunkts"): Im Leerlauf wird mit Unterdruck eingestellt. Motor sollte warm sein und Klima aus, somit keine Last, somit Unterdruckverstellung nach Spät (Erklärung über die Brenngeschwindigkeit). Sobald 1500 oder 3000 rpm eingestellt werden, ist der Unterdruck am ZVT weg, daher 12° Unterdruckverstellung nach früh + die Fliehkraftverstellung bei 1500 und 3000 rpm.
Ich könnte mir nun vorstellen, dass bei Kälte die Brenngeschwindigkeit zu nimmt und daher die Spätverstellung über Unterdruck im Leerlauf störend ist. Wenn dem so ist, dann ist das Verhalten wohl korrekt, dass die Unterdruckverstellung im Kaltstart deaktiviert ist. Das würde aber nicht zu dem passen was Obelix schreibt, dass die Spätverstellung im kalten Zustand aktiv ist und im warmen Zustand (>100°C Kühlwasser) deaktiviert wird. Das würde dann die Motordrehzahl eher noch weiter drücken.
Da mein ZVT jetzt erst mal mit einer Spannhülse versehen ist, werde ich ihn morgen noch einmal im warmen Betrieb sauber einstellen. Dann kann ich das Unterdruckventil zum ZVT prüfen, den Unterdruck messen, etc. Wenn das dann alles in Ordnung ist, mache ich noch mal den Test beim nächsten Kaltstart und schau mir dann noch mal das Unterdruckverhalten an.
Schöne Grüße
Carsten
Eigentlich waren mir die Zusammenhänge weitgehend klar. Ich wusste nur nicht ganz, wann das Ventil zwischen Drosselklappe und Spätverstellung ZVT durchschaltet und wann sperrt. Aber dann ist es jetzt logisch (auch in Verbindung mit der Erläuterung von Volker in "123 ignition und Motoren mit Spätverstellung des Zündzeitpunkts"): Im Leerlauf wird mit Unterdruck eingestellt. Motor sollte warm sein und Klima aus, somit keine Last, somit Unterdruckverstellung nach Spät (Erklärung über die Brenngeschwindigkeit). Sobald 1500 oder 3000 rpm eingestellt werden, ist der Unterdruck am ZVT weg, daher 12° Unterdruckverstellung nach früh + die Fliehkraftverstellung bei 1500 und 3000 rpm.
Ich könnte mir nun vorstellen, dass bei Kälte die Brenngeschwindigkeit zu nimmt und daher die Spätverstellung über Unterdruck im Leerlauf störend ist. Wenn dem so ist, dann ist das Verhalten wohl korrekt, dass die Unterdruckverstellung im Kaltstart deaktiviert ist. Das würde aber nicht zu dem passen was Obelix schreibt, dass die Spätverstellung im kalten Zustand aktiv ist und im warmen Zustand (>100°C Kühlwasser) deaktiviert wird. Das würde dann die Motordrehzahl eher noch weiter drücken.
Da mein ZVT jetzt erst mal mit einer Spannhülse versehen ist, werde ich ihn morgen noch einmal im warmen Betrieb sauber einstellen. Dann kann ich das Unterdruckventil zum ZVT prüfen, den Unterdruck messen, etc. Wenn das dann alles in Ordnung ist, mache ich noch mal den Test beim nächsten Kaltstart und schau mir dann noch mal das Unterdruckverhalten an.
Schöne Grüße
Carsten
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8 Jahre 5 Monate her #5971
von Obelix
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Christian
Obelix antwortete auf M 117 Zündverteiler zerlegen
Hi Carsten, am 1.1.1972 ist deiner bestimmt nicht gebaut , da hat sich damals keiner beim Daimler bequemt am Neujahrstag zu schaffen. Das ist bestimmt das simulierte Erstzulassungs-Datum.
Gruß
Obelix
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Christian
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8 Jahre 5 Monate her #5972
von Dr-DJet
Viele Schraubergrüße - best regards, Dr-DJet Volker
Alles für den Mercedes-Benz R/C 107 und W116 in der SLpedia Sternzeit 107
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Dr-DJet antwortete auf M 117 Zündverteiler zerlegen
Hallo Carsten,
eigentlich sollte Dein 450SL einen Aufkleber mit den Abgasmaßnahmen haben. Das kannst Du dann in 14-001 gut nachlesen, was das bedeutet.
eigentlich sollte Dein 450SL einen Aufkleber mit den Abgasmaßnahmen haben. Das kannst Du dann in 14-001 gut nachlesen, was das bedeutet.
Viele Schraubergrüße - best regards, Dr-DJet Volker
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8 Jahre 5 Monate her - 8 Jahre 5 Monate her #5973
von ckrebs
ckrebs antwortete auf M 117 Zündverteiler zerlegen
Hallo zusammen,
ich denke ich bin mit meiner Motorrevision (wenn man das so nennen kann) in der Schlussphase. Der Zündverteiler ist wieder eingebaut und läuft. Zunächst einmal gesichert durch eine Spannhülse. Wenn er final getestet wurde, wird ein Kerbstift verbaut. Etwas zu kämpfen hatte ich noch mit der Verteilerklappe. Ich hatte auf den Zündleitungen fast keine oder unregelmäßige Strobe Signale. Der Motor lief auch extrem unrund. Die schnelle Analyse ergab, dass die Kontakte im Verteiler schon korrodiert sind. Nach dem Reinigen bzw. Abschleifen sah das dann schon viel besser aus. Zu allem Überfluss habe ich mir gleich mal eine neue Baustelle aufgemacht. Beim Herausziehen ist mir das innere des Steckers des Zündkabels abgebrochen ... genau in der Mitte des dort befindlichen Wiederstands. Jetzt muss ich mir erst mal von Beru einen neuen Stecker besorgen. Temporär hilft mir erst einmal eines meiner alten Leitungen. Unzufrieden bin ich noch mit Zylinder acht. Während mein Strobe bei allen andern sieben Zylindern regelmäßig taktet, weist dies bei Zylinder acht Unregelmäßigkeiten auf. Zu allem Überfluss habe ich mir noch meine Fingerkuppe des Zeigefingers bei meinem verflucht heißen Motor verbrannt. Gibt sicher eine fette Blase. Die Kabelanalyse durch Kreuztausch etc. werde ich mal morgen in aller Ruhe durchführen. Ich wollte jetzt nicht noch mehr Stecker zerstören. Den leicht unrunden Lauf werde ich vermutlich nie ganz weg bekommen. Es ist und bleibt ein bald 45 Jahre alter Motor. Nach meiner doch recht subjektiven Meinung fährt sich der Wagen eigentlich sehr gut. Hängt gut am Gas. Letztendlich fehlt mir hier ein Vergleichsfahrzeug als Vergleich. Aber diese Gelegenheit wird es sicher irgendwann einmal geben.
Grundsätzlich kann ich aber folgendes berichten:
Grundsätzlich kann man festhalten: Die Unterdruckspätverstellung ist nur aktiv unter Last (Klima) und ab einer definierten Motorkühlwassertemperatur. Im Kaltstart ist die Unterdruckspätverstellung nicht aktiv.. Morgen früh werde ich einen Kaltstart durchführen. Dann schau ich mal, wie sich der Leerlauf verhält. Das könnt aber durch den ominösen Zylinder acht getrübt werden.
Aber ich denke ich kann das Thema hier bald abschließen. Die vielen Tipps hier im Forum haben unheimlich geholfen. Danke dafür, speziell an Volker. Final kann man hier durchaus noch den Zündverteiler auf dem Prüfstand testen. Große Lust hätte ich auch meinen Motor mal an den Motortester zu hängen. Vielleicht habe ich eine gute Adresse bei mir hier in der Gegend.
Wenn das Thema dann abgeschlossen ist, mache ich mich mal an die anderen Themen ran. Radlager vorne, quietschende Keilriemen, Fahrwerk vorne etwas hart (als würde es schlagen, wenn man über unebenheiten fährt), eine Rückbank hinten nachrüsten. Und wenn irgendwann einmal Zeit ist die eine oder andere Dichtung tauschen … aber das hat erst einmal Zeit.
Ach ja Obelix ... der 1.1. stand gar nicht auf der Datenkarte, sondern in unserem System. Allerdings sind das bei diesen alten Fahrzeugen Nachdokumentationen. Vielleich haben die das einfach mal so eingetragen, oder irgendwo statt einer 7 eine 1 eingetragen.
Schöne Grüße
Carsten
ich denke ich bin mit meiner Motorrevision (wenn man das so nennen kann) in der Schlussphase. Der Zündverteiler ist wieder eingebaut und läuft. Zunächst einmal gesichert durch eine Spannhülse. Wenn er final getestet wurde, wird ein Kerbstift verbaut. Etwas zu kämpfen hatte ich noch mit der Verteilerklappe. Ich hatte auf den Zündleitungen fast keine oder unregelmäßige Strobe Signale. Der Motor lief auch extrem unrund. Die schnelle Analyse ergab, dass die Kontakte im Verteiler schon korrodiert sind. Nach dem Reinigen bzw. Abschleifen sah das dann schon viel besser aus. Zu allem Überfluss habe ich mir gleich mal eine neue Baustelle aufgemacht. Beim Herausziehen ist mir das innere des Steckers des Zündkabels abgebrochen ... genau in der Mitte des dort befindlichen Wiederstands. Jetzt muss ich mir erst mal von Beru einen neuen Stecker besorgen. Temporär hilft mir erst einmal eines meiner alten Leitungen. Unzufrieden bin ich noch mit Zylinder acht. Während mein Strobe bei allen andern sieben Zylindern regelmäßig taktet, weist dies bei Zylinder acht Unregelmäßigkeiten auf. Zu allem Überfluss habe ich mir noch meine Fingerkuppe des Zeigefingers bei meinem verflucht heißen Motor verbrannt. Gibt sicher eine fette Blase. Die Kabelanalyse durch Kreuztausch etc. werde ich mal morgen in aller Ruhe durchführen. Ich wollte jetzt nicht noch mehr Stecker zerstören. Den leicht unrunden Lauf werde ich vermutlich nie ganz weg bekommen. Es ist und bleibt ein bald 45 Jahre alter Motor. Nach meiner doch recht subjektiven Meinung fährt sich der Wagen eigentlich sehr gut. Hängt gut am Gas. Letztendlich fehlt mir hier ein Vergleichsfahrzeug als Vergleich. Aber diese Gelegenheit wird es sicher irgendwann einmal geben.
Grundsätzlich kann ich aber folgendes berichten:
- Im kalten Zustand ist die Unterdruckspätverstellung nicht aktiv. Meine erste Zündeinstellung im Leerlauf war zunächst einmal 7° vor OT statt 5° nach OT mit Unterdruck (so wie in WIS gefordert)
- Im warmen Zustand kam plötzlich die Spätvorstellung hinzu. Ich habe versucht 5° nach OT einzustellen (war noch eine leichte Korrektur). Das war nicht ganz so einfach, da die Riemenscheibe im Strobe Licht recht ordentlich zitterte. Vielleicht kommt das von der Unregelmäßigkeit am Zylinder acht
- Bei 1500 rpm (abgelesen über den Drehzahlmesser) war ich 15° vor OT, also eine Verstellung um sagen wir mal von 3° nach OT (Mittelwert, da zappeln) auf 15° vor OT = 18°. Laut WIS sollten es 11-15° sein. In der Boschtabelle von Volker sind es zwischen 2-8° zzgl. Abschaltung der Unterdruckverstellung mit 12° sind das 14-20°. Gerechnet von 3° nach OT sind das dann 11-17° vor OT. Da sich bei 1500 rpm in der Boschtabelle noch die Rampe befindet, gibt es hier sicher noch Ungenauigkeiten. Gesamtheitlich macht das alles Sinn. Gemäß der WIS Vorgabe ist das aber zu viel. Ist hier die Verstellung um x Grad gemeint (relativ), verstellt mein ZVT zu viel. Ist hier vor OT gemeint (absolut), würde es passen.
- Bei 3000 rpm (abgelesen über den Drehzahlmesser) war ich 20° vor OT, also eine Verstellung um sagen wir mal von 3° nach OT auf 20° vor OT = 23°. Die Drehzahl ist hier nicht das Thema, da sich im Bereich von 2000 bis 3300 rpm in der Bosch Tabelle ein Plateau befindet. Dennoch scheint hier alles zu passen Laut Bosch Tabelle sind das 9-15 °. Zzgl. Unterdruckverstellung von 12° wären das 21-27° Verstellung. Gerechnet von 3° nach OT sind das dann 18-24° vor OT. Daher vermute ich eher, dass in der WIS Tabelle der absolute Verstellwert vor OT gemeint ist und nicht die relative Verstellung.
Grundsätzlich kann man festhalten: Die Unterdruckspätverstellung ist nur aktiv unter Last (Klima) und ab einer definierten Motorkühlwassertemperatur. Im Kaltstart ist die Unterdruckspätverstellung nicht aktiv.. Morgen früh werde ich einen Kaltstart durchführen. Dann schau ich mal, wie sich der Leerlauf verhält. Das könnt aber durch den ominösen Zylinder acht getrübt werden.
Aber ich denke ich kann das Thema hier bald abschließen. Die vielen Tipps hier im Forum haben unheimlich geholfen. Danke dafür, speziell an Volker. Final kann man hier durchaus noch den Zündverteiler auf dem Prüfstand testen. Große Lust hätte ich auch meinen Motor mal an den Motortester zu hängen. Vielleicht habe ich eine gute Adresse bei mir hier in der Gegend.
Wenn das Thema dann abgeschlossen ist, mache ich mich mal an die anderen Themen ran. Radlager vorne, quietschende Keilriemen, Fahrwerk vorne etwas hart (als würde es schlagen, wenn man über unebenheiten fährt), eine Rückbank hinten nachrüsten. Und wenn irgendwann einmal Zeit ist die eine oder andere Dichtung tauschen … aber das hat erst einmal Zeit.
Ach ja Obelix ... der 1.1. stand gar nicht auf der Datenkarte, sondern in unserem System. Allerdings sind das bei diesen alten Fahrzeugen Nachdokumentationen. Vielleich haben die das einfach mal so eingetragen, oder irgendwo statt einer 7 eine 1 eingetragen.
Schöne Grüße
Carsten
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