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Die Bosch D-Jetronic war 1967 die erste Großserien elektronische Einspritzung der Welt. - Bosch's D-Jetronic was the first mass-production electronic fuel injection.

Citroen SM - Sägen im Bereich zw. 2000 und 2500 U/min

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25 Juni 2017 14:06 #7738 von Schneebeck
Einen schönen Sonntag euch allen!

Ich hätte meinen SM wohl nicht so loben sollen, aber er fuhr jetzt für ein paar wochen richtig gut!

Nun hab ich aber folgendes Problem: Bei ca. 2000 bis 2500 U/min setzt ein leichtes Sägen ein, nicht so stark wie bei dem Video von Wilfried, wo ein defekter ZLS beschrieben wird, aber schon so, dass der Wagen dann beim Fahren ruckelt. Im Standgas ist alles perfekt, läuft total ruhig. Am meisten merkt man es im 2. und 3. Gang, im 4. und 5. fällt es komischerweise kaum auf. Leider ist es im 3. Gang genau bei 50 KM/h, so das Stadtverkehr und auch Stop and Go (2. Gang) recht mühsam wird.
Und je wärmer der Motor wird, desto schlimmer wird es.

Wie Volker ja schon oft gesagt hat, kann soetwas eigentlich nur von Nebenluft kommen, dann müsste es ich aber doch auch im Leerlauf haben, oder? Und komisch ist auch, dass es wirklich nur in dem engen Drehzahlbereich zw. 2 und 2,5k auftritt... darüber und darunter schnurrt er perfekt, auch nach 2 Stunden Autobahn.

Auch wenn es wahrscheinlich daran nicht liegt, hier noch mal die Checks, die bereits gemacht wurden:
- Zündung und Gebiss sind korrekt eingestellt
- Benzindruck passt (gemessen von einer Werkstatt)
- Einspritzventile neu (vorher gleiches Problem)
- Zündkappe neu
- Zündkerzen neu
- Kondensatoren neu
- Kabelbäume neu

Test mit Bremsenreiniger bringt keinerlei Veränderung der Drehzahl.
Kann es sein, dass ein ungleichmäßiges Öffnen der Drosselklappen so etwas verursacht? Im Standgas passen die Einstellwerte, aber vielleicht sind sie ja genau bei dem Öffnungswinkel ungleich?

Grüße aus dem heißen Wien,
Markus

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25 Juni 2017 17:56 - 25 Juni 2017 18:10 #7739 von Schneebeck
So, kleines update, ich ab beide DKS gecheckt, sie machen grundsätzlich genau das was sie sollen. Außerdem hab ich mal genauer mit zwei Personen getestet, es setzt schon früher ein, bei ca 1500 u/min, da mit recht langsamem Sägen, und je höher die Drehzahl wird, desto höher wird auch die Säge-Frequenz. Bis sie dann eben bei 3000 ca so hoch ist, dass man sie nicht mehr spürt.
Edit: und es ist auch beim kalten Motor spürbar...

Irgendeine Idee von den Spezialisten?
Gruß
Markus
Letzte Änderung: 25 Juni 2017 18:10 von Schneebeck.

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02 Juli 2017 19:52 - 02 Juli 2017 19:54 #7773 von Schneebeck
Hallo zusammen,

auch wenn es scheint, als würde das Thema hier niemanden interessieren ;), möchte ich Euch trotzdem das Ergebnis meiner Fehlersuche mitteilen, jedenfalls schnurrt der SM jetzt wieder wie er soll. Allerdings waren wie immer mehrere Komponenten an den Problemen beteiligt.

Zunächst mal die Elektrik: Die Lichtmaschine war tatsächlich defekt, ich hatte zunächst nur den Regler ausgetauscht, danach hat sie auch ca. 10 min geladen, dann war aber auch der neue Regler wieder hin. Ich vermute mal, dass mindestens ein Gleichrichter defekt ist, da um diese herum teilweise das gesamte Plastik verschmort war.
Habe dann eine neue 70A Lichtmaschine eingebaut, war etwas komplizierter, da eine LM mit dem richtigen Winkel nicht aufzutreiben war. Mit einer entsprechenden Verlängerung des Spannbügels aber hats dann funktioniert.
Jedenfalls war das Sägen dann komplett weg, kein An- und Abschwellen mehr, gleichmäßiger Motorlauf bei fester Gaspedalstellung.

Allerdings gab es immer noch das mittlerweile stärker werdende Ruckeln im Bereich 2000-3000 Umdrehungen. Aus meinen früheren Erfahrungen hatte ich das Gebiss in Verdacht und so war es dann auch. Interessant war aber, dass der Drehzahlbereich, bei dem es stark ruckelt, von der Kontaktöffnung abhängig ist. Je größer der Abstand der Kontakte desto früher ruckelt der Motor. Bei ca. 0,9 mm Kontaktöffnung ruckelt er schon bei ca. 1500 U/min, bei ca. 0,8 mm Kontaktöffnung ruckelt er bei ca. 2500 U/min und bei 0,7 mm Kontaktabstand ruckelt er noch bei ca. 3500 U/min. Ich habe dann mein Gebiss auf 0,6 mm eingestellt und der Motor läuft absolut rund.
Auch wenn nur ein Kontakt etwas abweicht, führt das sofort zu Stottern und Ruckeln beim Beschleunigen.
Anscheinend gibt es da eine Verbindung von Drehzahl und Störimpulsen. Ich vermute ja, dass es da zu Schwingungsresonanzen kommt, die von der Kassette auf die Kontakte übertragen werden und dann bei bestimmten Drehzahlen Fehlimpulse liefert. Anders kann ich es mir nicht erklären. Da es anscheinend ja auf 0,1mm Genauigkeit ankommt, müssen hier m.E. aber noch andere Verschleissfaktoren eine Rolle spielen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die Mechaniker damals so genau die Gebisse eingestellt haben. Und wenn die Nocken dann um einen Zehntel mm abgenutzt sind, müsste der Motor wieder kaum fahrbar gewesen sein. Allerdings ist natürlich das Gesamtsystem zu betrachten, wenn z.B. die Nocken an der Welle selbst auch schon abgerundet sind, führt das wiederum auch zu einer Verringerung des Toleranzraumes. Auch hat die Kassette ja in der Horizontalen etwas Spiel, denn selbst wenn der Pin in der Führung sitzt, sind da links und rechts bei mir sicher ein paar zehntel mm Platz. Auch das kann natürlich bei bestimmten Umdrehungszahlen zu unerwünschtem Vibrieren führen. Ich habe deshalb ein Stück Kunststoffschlauch auf den Pin geschoben, so dass dieser nun absolut fest in der Führung sitzt und die Kassette sich nicht seitlich bewegen kann.

Fazit 1: Eine schlechte Spannungsversorgung oder eine Spannungsstörung kann zu deutlichem Sägen in breiten Drehzahlbereichen führen. Ob das Sägen an der Spannungsversorgung liegt konnte man in meinem Fall aber recht leicht daran feststellen, dass bei steigender Drehzahl auch die Frequenz des Sägens höher wird.

Fazit 2: Dieses Impulsgebersystem ist beim SM so empfindlich, dass die geringsten Abweichungen von der Soll-Einstellung schon zu merklichen Problemen führt. Bei mir ist es jedenfalls für 50% aller Motorprobleme im letzten Jahr verantwortlich. Neue Gebisse sind ja kaum zu bekommen und von meinen 4 Gebissen, die ich mitterlweile aufgetrieben habe, funktioniert nur eines einigermaßen zuverlässig, eines überhaupt nicht und zwei nur mit wiederholten Aussetzern, vor allem wenn der Motor wärmer wird. Das wirft für mich erneut die Frage nach einer Alternative auf. Etwas ohne abnutzende Mechanik jedenfalls müsste es sein, da gab es ja schon Ideen mit Hallsonden, aber das wurde glaub ich auch nicht weiter verfolgt, oder?

Und noch kurz zum Thema Gebisseinstellung: Ich habe das Gebiss nach der ImmanuelNnordfisch-Methode mit einer 12er Nuss auf 0,7 mm eingestellt, allerdings hat das bei mir nicht gepasst. Problem sind da aber nicht die 0,7 glaub ich, die werden schon stimmen, sondern die Nüsse, die ich zur Einstellung verwende. Je nachdem wie weit ich die einschiebe verändert sich der Kontaktabstand um bis zu 0,2 mm. Sprich, mit den handelsüblichen Nüssen ist die Toleranz einfach zu groß, da man nie genau weiß, wann die 16,8 mm jetzt zwischen den Kontakten liegt. Hat hier schon jemand mal ein Messstück entsprechend der Welle nachgebaut? Ich bin leider nicht in der Lage, selbst Werkzeug herzustellen, aber wäre es nicht lohnend, auf der Drehbank ein Messzylinder anzufertigen, der genau die Welle imitiert? Mir würde das zumindest sehr helfen. Habe leider auch keinen ausrangierten Zündverteiler zur Hand, den ich dafür verwenden könnte...

Gruß,
Markus
Letzte Änderung: 02 Juli 2017 19:54 von Schneebeck.

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02 Juli 2017 20:59 #7774 von nordfisch
Hallo Markus,
natürlich lesen wir deine Beiträge... aber gerade beim SM ist es doch so, dass ihr hier Aktiven sozusagen eine Spezialistengruppe bildet, wo wir Normalsterblichen - die Drallklappen allenfalls aus dem Alltagsmobil kennen - doch außen vor sind.

Was jetzt die 'Gebisseinstellnuss' betrifft, ist das eine mit durchgängig gleichem Durchmesser - bei mir irgendeine 1/4" - Billignuss aus der Grabbelkiste, die auf alternative Verwendung als Unterlegscheibe o.ä. wartete. Die Nenngröße 12 mm ist dabei erstmal egal - entscheidend ist nur der Außendurchmesser, der eben den Nocken bis zur 'Gleithöhe' der Kassette hochdrücken muss.

Dafür könntest du ohne weiteres auch eine Holzleiste oder ähnliches nehmen.

Da ich aber mehrere solcher 'SM-Nüsse' habe, wie ich erinnere, schicke ich dir gerne eine, wenn du mir per PN deine Adresse mitteilst.

Gruß
Norbert

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03 Juli 2017 12:25 #7776 von Schneebeck
Hallo Norbert,

danke für dein Angebot!
Ich habe selbst auch drei verschiedene 12er Nüsse, die grundsätzlich alle die Anforderungen an jeder Stelle 16,8 mm dick zu sein, erfüllen. Das Problem ist aber aus meiner Sicht, dass das Gebiss oben und unten jeweils eine kleine Kante hat, zwischen denen die Lauffläche, aus der dann die Nocken herausragen, etwas zurückliegend ist. D.h., wenn die Nuss ganz durch das Gebiss geschoben wird und oben und unten herausragt, liegt nicht die Lauffläche auf der Nuss-Außenseite auf, sondern die oberen und unteren Kanten. Dadurch gibt es einen Bereich von ca. 0,2 mm (geschätzt), um die Nuss herum und die Nocken werden dementsprechend nicht so weit hereingedrückt, wie es möglich wäre, wenn eine Nuss vom gleichen Durchmesser innerhalb der oberen und unteren Kanten von dem Gebiss umfasst werden würde (sprich, die Nuss müsste sehr kurz sein und genau dazwischen passen. Wenn man dann die Backen vom Gebiss noch etwas hin und her bewegt, also in der vertikalen, gibts zumindest bei mir schon mal Veränderungen von bis zu 0,2 mm im Kontaktabstand. Bei mir stehen die Gebissbacken leider auch nicht genau gegenüber, da steht die linke z.B. sicher einen Millimeter höher als die rechte.
Ich glaube die Kassette umfasst die Welle so, dass der Nocken darauf genau innerhalb dieser Kanten an den Gebissnocken vorbeiläuft, oder? Oder habt ihr das bei der Angabe der Dicke eh berücksichtigt? Wenn ja, dann passt der Durchmesser bei mir aber gerade nicht, weil mit einer ganz durchgeschobenen Nuss und 0,7 mm Abstand läuft der Motor nicht rund.

Ich hoffe, ich konnte mich jetzt irgendwie verständlich ausdrücken... ;-)

Grüße,
Markus

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03 Juli 2017 18:07 #7777 von nordfisch
Hallo Markus,
ich habe eigentlich nur eine Erklärung für das beschriebene Problem: Dein Einstelldorn ist zu dick, hat einen zu großen Durchmesser.
Wie Du in der Anleitung von Immanuel auf den Bildern sehen kannst, geht seine Nuss tatsächlich bis auf den Boden der Kassetten-Gleitflächen.

Du musst aber nicht unbedingt eine Nuss nehmen, kannst z.B. auch mit einer eingesetzten schmalen Holzleiste die Nocken und damit die Kontakte aufsperren.

Hilfreich wäre natürlich ein Foto, auf dem man dein Problem erkennen kann.
So bleibt mir nur die oben geäußerte Vermutung, die aber tatsächlich eine Erklärung für deine Probleme liefern würde.

Ansonsten sollten die beiden Seiten der Kontaktkassette schon einigermaßen genau fluchten.
Dass diese Konstruktion meiner Meinung nach grundsätzlich nicht so toll ist, steht auf einem anderen Blatt.

Viele Grüße
Norbert

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06 Juli 2017 16:05 #7782 von iolo

Schneebeck schrieb: ...auch wenn es scheint, als würde das Thema hier niemanden interessieren


Also mich interessiert das schon ;)

Ich denke das Problem hat Norbert schon erkannt. Du brauchst einen durchgängige Nuss ohne Hals.
Oder wahlweise einen beliebigen Zylinder mit dem richtigen Durchmesser von 16,8 mm. Neulich hatte ich zufällig ein Plastikrohr in der Hand das ideal gepasst hätte. Leider hing da eine ganze Hausinstallation dran und der Klempner wollte nix abschneiden :whistle:

Ich bin gerade dabei eine Lehre mit dem 3D-Drucker zu bauen. Wenn es soweit ist, kann ich dir einen Prototyp zusenden.

Hast du zufällig noch einen zweiten Verteiler rumliegen? Wenn ja, Bohrmaschine dran, Gebisskontakte an ein Zweikanal-Oszi und du hast Gewissheit. Wenn du zwei saubere Rechtecksignale bekommst ist alles in Ordnung.

Gruß
Immanuel

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06 Juli 2017 16:46 #7783 von Schneebeck
Hallo Immanuel,

der Durchmesser meiner Nüsse ist grundsätzlich (also bis auf 0,0x mm) über die ganze Länge gleich, aber die Backen haben ja an der Innenseite oben und unten eine Kante, so dass diese auf der Nuss aufliegen und nicht die Lauffläche, aus der die Nocken des Gebisses herausragen. Das ist es, was ich hinterfragt habe, also ob die Nasen des Verteilers auch auf diesen Kanten aufliegen, oder ob die Nasen des Verteilers zwischen diesen Kanten liegen und damit direkt auf der Lauffläche, aus der die Nocken herausschauen. Dazwischen ist ja schon ein bis zwei Zehntel Unterschied!
Ich habe leider derzeit keinen zweiten Verteiler im Zugriff, an dem ich mir das anschauen könnte, evtl. kann ich aber einen auftreiben. Wobei ich ja befürchte, dass es da zwischen den Verteilern auch Toleranzen gibt.
Das größte Problem ist ja aus meiner Sicht, dass die Gebisseinstellung eben gar keine Toleranz akzeptiert, also zumindest nicht bei mir, denn wenn ich nur 0,1mm weiter geöffnet bin als jetzt, fängt er sofort an zu ruckeln. Und die Drehzahl, bei der es ruckelt, ist definitiv vom Kontaktabstand abhängig, das hab ich jetzt mit zwei Gebissen verifizieren können.
Und eure Einstellungsempfehlung (0,7mm) gibt ja einen "Mittelwert" an, um den herum eigentlich bis zu 0,2 mm Toleranz sein sollten, das ist aber wie gesagt bei mir nicht der Fall, nur bei 0,6mm läuft er in allen Drehzahlbereichen ohne Stottern.

Viele Grüße,
Markus

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07 Juli 2017 11:51 #7794 von nordfisch
Hallo Markus,
es ist tatsächlich so, dass ein gewisses Spiel gegeben sein sollte. Der Nockenhub beträgt immerhin 1,0 mm - und theoretisch sollte der mögliche Verstellbereich fast genau so groß sein. Bei dem SM vielleicht geringer als bei den Impulsgebern von Bosch - aber eigentlich sollte auch beim SM nach der Justierung mit dem Einstelldorn jede Kontaktöffnung zwischen - sagen wir mal - 0,2 mm und 0,8 mm funktionieren und vor Allem in gleichen Motorlauf resultieren.

Hast du mal diese Kontaktkassette geöffnet? Ich meine, dass sie eine Macke haben muss. Irgendwer hat mal berichtet, dass sich bei der SEV-Marchal-Kassette die Kontaktstücke vom Unterbrecherhebel bzw. vom Amboss gelöst hatten, also nicht mehr richtig vernietet waren.

Das wäre eine mögliche Erklärung neben erlahmter Feder, lockerem Gleitstück etc.

Gruß
Norbert

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07 Juli 2017 18:09 #7797 von nordfisch
Hallo Markus,
jetzt ist mir - als ich mir den 'Vorbereitungsthread zur SM-Gebiss-Einstellung' noch mal angeschaut habe, auf einem Foto noch was aufgefallen.

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Man sieht am Laufbild auf der Verteilerwelle, dass bei Irmins Gebiss die Gebisskassette schon grenzwertig hoch sitzt, die Nocken keinesfalls in der Mitte des Nockenwellensegments laufen. Möglich, dass das bei dir auch so ist...

Du schreibst, dass du den Führungsbolzen am Gebiss verstärkt hast, um ihm das seitliche Spiel zu nehmen.
Vielleicht ist dadurch die gesamte Kassette ein Stück weiter nach oben gekommen und die Unterbrechernocken laufen nicht mehr sauber im Nockensegment, sondern stoßen bereits oben an die Führung an.

Gruß
Norbert

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07 Juli 2017 19:30 #7798 von iolo
Hallo Norbert,

nach oben verrutschen kann die Kassette eigentlich nicht. Die zwei Konen oben und unten dienen als Anschlag.

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Gruß
Immanuel

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08 Juli 2017 13:05 #7801 von nordfisch
O.K.
Dann bleibt noch die Möglichkeit, dass die Kassette gar nicht weit genug in den Verteiler hinein kann, sodass sie nicht richtig schließt.
Könnte eventuell dadurch entstanden sein, dass Markus den Führungsbolzen verstärkt hat, um ihn spielfrei zu bekommen.
Eventuell ist das auch über das Plastikführungsteil einstellbar, das ist ja verschraubt.

Gruß
Norbert

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09 Juli 2017 14:11 #7810 von Schneebeck
Hallo Norbert und Immanuel,

danke für die Fotos, jetzt verstehe ich endlich, wie das Ding funktioniert. Nicht die Nocken werden reingedrückt, sondern das Gebiss wird durch die vieleckigen Wellenstücke nach außen gedrückt, oder sehe ich das falsch? Hieße, die Nocken liegen immer am runden Teil der Welle an und die obere und untere Vieleckwelle drückt die Backen auseinander und damit schließen die Nocken den Kontakt, weil das Gebiss ein Stück von der Welle weggehoben wird?
Ich dachte immer, auf dem runden Wellenstück sitzen erhebungen, die die Nocken beim Vorbeistreichen reindrücken... damit hat sich dann natürlich auch meine Frage nach dem Aufliegen der Backen geklärt. Und dass zwischen den oberen respektive unteren Kanten an der Innenseite des Gebisses die 16,8mm liegen müssen.

Jedenfalls hat die Verdickung des Haltenockens ja bei mir keine Verschlechterung gebracht, im Gegenteil, jetzt läuft er ja sehr gut, NACHDEM ich das gemacht hab. Ich glaub, dass der eher etwas lockere Sitz bei gewissen Umdrehungszahlen zu starken Vibrationen führt, die dann Falschauslösung oder gar keine Auslösung verursachen. Und jetzt sitzt die Kassette auch schön fest drin und natürlich umklammert sie die Welle ganz normal. Das Stück Schrumpfschlauch ist ja nur zwei10tel Millimeter dick...
Mir geht es eher darum, herauszufinden, ob die Konstruktion einfach nach einigen 10tausenden Kilometern und 40 Jahren so ausgeleiert ist, dass die Toleranzen zu groß werden. Mir scheint, dass da einfach keine Langzeittests mit der Kassette gemacht wurden. Ich weiß aber eben auch nicht, wie es bei anderen SM Fahrern aussieht, ob die diese PRobleme alle nicht haben oder das Ruckeln einfach hinnehmen.

Gruß,
Markus

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09 Juli 2017 18:38 #7812 von nordfisch
Markus,
jetzt bist du aber vollkommen desorientiert...:blink: Ich weiß nicht warum...
Diese segmentierten Teile werden von der Kassette fest umklammert. Dazu muss natürlich die Kassettenschließfeder kräftig genug sein. Schlackern sollte da eigentlich nichts können.
Zwischen den beiden Segmentfächen der Verteiler-Nockenwelle dreht sich der Nocken - es ist ja nur einer.
Dieser Nocken ist sehr 'lang', die Kontakte öffnen ca. 180° und schließen auch ca. 180°. Der Nockenhub beträgt 1,0 mm - dadurch die Einstellung auf 0,5 mm Nockenhub, was aber an den Kontakten durch die Hebelverhältnisse am Unterbrecherhebel ca. 0,7 mm ausmacht.
Zu bedenken ist dabei immer, dass wir den Kontaktabstand ja auf 'Öffnung' einstellen, der Kontaktsatz aber eigentlich das 'Schließen' der Kontakte an das Steuergerät als Einspritzzeitpunktsignal meldet.
Anders also als an traditionellen Unterbrecherkontakten.

Was jetzt den Verschleiß angeht, sind sowohl die Bosch-Einschübe als auch die von S.E.V. Marchal Verschleißteile.
Angeblich wurden die beim SM früher sogar bei jeder großen Inspektion gewechselt, bei denen von Bosch wurde mal etwas von 60.000 km gesagt.

Es darf aber keinen deutlich feststellbaren Unterschied machen, ob die Kontakte um 0,2 mm oder um 0,8 mm öffnen. Sie müssen sicher öffnen und sicher schließen - das ist alles.

Bei deinem Kontakteinschub muss daher irgendein Fehler vorliegen, wenn ein Verstellen um 0,1 mm bereits deutliche Auswirkungen hat.

Gruß
Norbert

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10 Juli 2017 13:19 #7813 von Schneebeck
Hallo Norbert,

ja, das war ich wohl, ich dachte, die ganze Welle dreht sich, also auch die Vieleck-Segmente. Aber das ist anscheinend nicht der Fall, sondern es dreht sich nur der Teil zwischen den Vieleck-Segmenten. Danke jedenfalls für die Aufklärung. ;-)
Dann kann ich mir es nach wie vor nur dadurch erklären, dass Resonanzen bei bestimmten Drehzahlen diese Störimpulse verursachen. Ich habe diese Effekte mit mehreren Gebissen gehabt, also glaub ich nicht, dass es ein Defekt dieser speziellen Kassette ist, zumal das ein NOS teil ist, also quasi neu. Diese horizontale "Bewegungsfreiheit" um ein paar zehntel mm scheint irgendwie das System zu verwirren. Zusätzlich hat auch noch die Motortemperatur einen Einfluss, denn wenn der Motor heiß ist, scheint der Effekt (also das Ruckeln) stärker. Wie gesagt ist es derzeit jetzt behoben, ich habe aber gleichzeitig den Kontaktabstand auf 0,6 mm gestellt und den Haltepin etwas verstärkt, somit kann ich nicht sagen, ob es die 0,6 mm waren oder die Verstärkung des Pins. Es wäre interessant, was passiert, wenn man jetzt die Kontakte wieder etwas verstellt (also z.B. auf 0,7 mm), ob das Phänomen dann wieder auftritt. Aber ehrlich gesagt trau ich mich nicht, jetzt etwas zu verändert, da ich froh bin, dass er gut rennt in allen Bereichen.
Vielleicht könnte aber ja jemand mal auf einem Prüfstand die Situation nachbauen, wenn Zeit und Interesse besteht? Also mal einen SM-Verteiler mit der Bohrmaschine o.ä. antreiben und schauen, ob es bei irgendwelchen Drehzahlen zu verstärkten Resonanzen/Vibrationen in der Kassette kommt...
Denn am laufenden Motor kann man das ja leider nicht überprüfen...

Gruß,
Markus

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10 Juli 2017 13:44 #7814 von nordfisch
Hallo Markus,
kein Problem, das mit einem Oszilloskop bei laufendem Motor zu überprüfen.

Du hast, wie du schreibst, ein NOS-Gebiss. Wie war das denn eingestellt, als du es bekommen hast?
Mich wundert bei der ganzen SM-Gebiss-Geschichte, dass es für die Kontaktsätze keine Einstellvorschrift gegeben haben soll.
Das Teil ist schließlich ab Werk einstellbar und nicht - wie bei Bosch - als Einwegartikel konzipiert bzw. so ausgewiesen.

Gruß
Norbert

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10 Juli 2017 16:26 #7815 von iolo

Schneebeck schrieb: ....ich dachte, die ganze Welle dreht sich, also auch die Vieleck-Segmente. Aber das ist anscheinend nicht der Fall, sondern es dreht sich nur der Teil zwischen den Vieleck-Segmenten. Danke jedenfalls für die Aufklärung. ;-)


Markus, ich glaub du siehst vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr ;)
Natürlich dreht sich die ganze Welle, auch die beiden Vielkante. Das wäre sonst eine Wahnsinns-Konstruktion mit extra Lagern etc.
Die Gebiss-Kassette reitet auf dem Vielkant oben und unten. Dabei ist sie aber fast ganz geschlossen und übt durch die Feder dementsprechend wenig Druck auf die Vielkante.
Der gedachte Durchmesser der Vielkante ist genauso groß wie der größte Hub der Nocke.
Daher kann man ja eine durchgängige Nuss zum einstellen nehmen.
Ich befürchte dass bei dir die Kassette nicht richtig Sitz bzw. richtig schließt.
Das Problem liegt also eher am Verteiler.

Schneebeck schrieb: Vielleicht könnte aber ja jemand mal auf einem Prüfstand die Situation nachbauen, wenn Zeit und Interesse besteht? Also mal einen SM-Verteiler mit der Bohrmaschine o.ä. antreiben und schauen, ob es bei irgendwelchen Drehzahlen zu verstärkten Resonanzen/Vibrationen in der Kassette kommt...
Denn am laufenden Motor kann man das ja leider nicht überprüfen...


Sowas habe ich doch schon längst :YES:
Und ich kann dir sagen, dass da bei meinen Gebissen keine Resonanzen auftreten, auch nicht bei Drehzahlen die für den Motor schon längst ungesund wären.

Wenn du willst, schickst du mir eins von den Gebissen zu und ich überprüfe/stelle es ein für dich auf meinem Teststand.

Gruß
Immanuel

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10 Juli 2017 16:45 #7816 von iolo

nordfisch schrieb: Mich wundert bei der ganzen SM-Gebiss-Geschichte, dass es für die Kontaktsätze keine Einstellvorschrift gegeben haben soll.
Das Teil ist schließlich ab Werk einstellbar und nicht - wie bei Bosch - als Einwegartikel konzipiert bzw. so ausgewiesen.


Hallo Norbert,

wenn man einen Franzosen hat heisst es: Nicht wundern nur staunen. :silly:
Mit Logik kommt man da manchmal nicht weiter.

Das ist alles was in der Werkstattanleitung zum Gebiss steht.:

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Eigentlich heisst das: Finger weg!! Aber mit einem Augenzwinkern wird auf die Schraube zum Einstellen hingewiesen.

Gruß
Immanuel

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11 Juli 2017 23:29 - 11 Juli 2017 23:30 #7827 von Andy
Die Gebisse wurden bei SEV natürlich eingestellt, nur die oft fragwürdigen Mechaniker bei Cit sollten die Finger weglassen. Wir müssen heute nachstellen, da die Dinger zu rar sind.

Den Führungszapfen kann man auch einfach um 90 Grad verdrehen, dann ist er wieder "dick". Die kleine Abplattung des Anschlages ist dann eins weiter. Ausreibungen im Plaste- Führungsteil kann man nur mit Uhu Endfest 300 füllen und dann sauber nachfeilen.
Gebisse einstellen auf der Prüfbank können Oldtimertechnik Bonn Dirk Walter und Häfliger und Kunz in Däniken CH.

Andreas
Letzte Änderung: 11 Juli 2017 23:30 von Andy.

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15 Aug. 2017 15:37 #7969 von Andy
So, mein SM sägt nimmer und rennt super.
1) DKS rechts war nicht sauber justiert
2) Lichtkreislauf wurde über Relais weggeschaltet direkt auf BAtterie
Das Einspritzventil am 5. Zyl war nicht sauber gesetzt, die unteren Dichtungen waren nicht spritfest- obwohl von den französischen Spezialisten gekauft.
3) Inspektion generell gemacht.

Auto war per Transporter beim Guru in CH. Erstaunlich, wie der Sm jetzt wieder rennt.

Andreas

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