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Motor läuft zu fett
- jokecool
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mein Name ist Joachim (Joe) , bin 56 Jahre alt und besitze seit 8 Jahren einen W108 4.5 der eigentlich nie fertig wird .
Nach einem gerissenen Heizungsrohr unten dem Ansaugtrakt habe Ich letztes Jahr den Ansaugstutzen mit Allem was dazu gehört komplett demontiert , gestrahlt, neu verzinkt , abgedichtet und wieder montiert.
Aber irgendwie hat dies dem Laufverhalten nicht gut getan.
Folgendes Problem trat auf:
- Motor startete nicht, roch aber stark nach Benzin
- Benzindruck gemessen , 2 bar i.O.
- Zündfunke auch vorhanden
- Zündkerzen raus, waren schwarz verrußt.
- also alle 8 Kerzen erneuert
- der erneute Startversuch klappte sofort !
- Der Motor lief aber weiterhin unrund, zuerst nur im unteren Drehzahlbereich, später dann komplett.
Bei jedem Halt ging der Motor aus und musste wieder neu gestartet werden.
Zuhause konnte der Motor dann gar nicht mehr gestartet werden.
Die nagelneuen Zündkerzen waren aber schon wieder total verrußt!
Das zeugt ja offensichtlich von einem zu fetten Gemisch !
Wie soll Ich jetzt die Fehlersuche weiterbetreiben?
Kann es am Zusatzluftscheiber liegen? Am Kaltstartventil ?
Die Einspritzdüsen möchte Ich mal ausschließen, da ja Sprit kommt, aber wohl zuviel!
An den anderen Komponenten wurde ja nichts verändert.
Vielleicht kann mir ja hier jemand wertvolle Tipps geben.
Bis dahin mal gute Nacht.
Gruß Joe
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- nordfisch
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prüf bitte zuerst, ob die Sensoren 'Lufttemperatur' und 'Motortemperatur' sicher elektrischen Kontakt haben.
Dann prüfe bitte, ob der Schlauch zum Saugrohrdruckfühler frei und vor allem dicht ist.
Das wäre so der Standard...
Gruß
Norbert
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und noch eines zusätzlich: Wenn man die Ansaugbrücke ab hat, sollte man auch deren Dichtheit testen. Am besten mit einem Nebler, nötigenfalls mit einem Leckspray.
Die Benzinleitung zum Kaltstartventil kannst Du mal verschließen, der ZLS kann es nicht sein.
Viele Schraubergrüße - best regards, Dr-DJet Volker
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- jokecool
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wäre es nicht auch eine Möglichkeit, den SDF mir einer Vakuumpumpe mit -0,5 bar zu beaufschlagen und dann versuchen zu starten ?
Nur mal so eine Idee eines bekennenden Laien .
Gruß Joe
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- Dr-DJet
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ja das kannst Du versuchen. Oder umgekehrt mal messen, was Für ein Vakuum am SDF im Leerlauf anliegt. Ich gahe mal davon aus, dass Du während der Reparatur den SDF nicht verstellt hast. Das passiert leider immer wieder bei den Typ 3 SDF aus USA.
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ich habe Ihn nur aufgrund besserer Zugänglichkeit ausgebaut.
Was kann man da verstellen ?
Gruß Joe
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- jokecool
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die Fühler werde Ich mal durchmessen.
Ist der Lufttemperaturfühler der am Lufteingang am Luftfiltergehäuse?
Wo genau sitzt der Kühltemperatursensor beim M117?
Gruß Joe
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- Dr-DJet
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nein den verstellst Du nicht durch Aus und Einbauen. Das geht nur mutwillig. Bitte die Temperaturfühler nicht an den Fühlern selbst, sondern an der abgezogenen Buchsenleiste des Steuergeräts messen. Welcher Pin? jetronic.org/de/d-jetronic/pinbelegung#mb8
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ich würde die Sensoren erst direkt Fühler und dann am Steuergerät messen.
So könnte man den eventuellen Fehler am ehesten eingrenzen.
Gruß Joe
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mach es lieber, wie Volker schreibt.
Wenn du den Stecker abziehst und wieder draufsteckst, hast du ein eventuelles Kontaktproblem an der Stelle vielleicht schon gelöst.
Wenn du misst, wie du vor hast, erfasst du so einen Fehler nicht.
Geht doch so schön beim W108, die Messerei...
Gruß
Norbert
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ich habe jetzt die Leitungen zu den Sensoren geprüft und die Widerstände gemessen:
LTS: 508 Ohm
KTS: 3,04 kOhm
Die Werte sind höher wie von Volker gemesenen. Das dürfte aber nicht so entscheidend ins Gewicht fallen, oder ?
Ein Kabel am KTS war am Kabelschuh gebrochen und musste nachgelötet werden.
Ich habe aber keine Ahnung, ob das erst beim Abziehen der Tülle zum Messen abgebrochen ist oder beim Austausch der Ansaugbrücke!
Den Saugrohrdrückfühler habe Ich mit 0,5 bar Unterdruck beaufschlagt. und der Druck wurde gehalten. Ist also dicht .
Mit gereinigten Zündkerzen sprang er jedenfalls sofort an und die Gasannahme war ok.
Der gemessene Unterdruck am SDF beträgt im Leerlauf -0,3 bar !
Ist das nicht zu wenig?
Da meine Garagenzufahrt momentan versperrt ist, konnte Ich keine Probefahrt machen.Das wird aber morgen nachgeholt !
Gruß Joe
.
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- Dr-DJet
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ein gebrochenes Kabel am Wasser TS würde den Motor auf jeden Fall viel zu fett laufen lassen (bis zu 3-fache Spritmenge). Und der Unterdruck im Leerlauf sollte am warmen Motor bei etwa -500 mBar liegen.
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Prüfe bitte, dass die Amis den Saugrohrdruckfühler nicht geöffnet und verstellt hatten. Ich habe seit Jahren keinen 0 280 100 100 in den Händen gehalten, der nicht verstellt war.
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der SDF ist vernietet.
Dann wohl noch original und ungeöffnet.
Gruß Joe
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an den Typ 3 muss man leider die Vernietung nicht öffnen, um die zu verstellen. Da reicht ein Abnehmen der schwarzen Kappe. Die verstellen sich nicht von selbst und man sollte da die Finger von lassen. Aber die Amis haben das zum Hobby gemacht und drehen da mächtig an der sensiblen Schraube. Schon passt das Gemisch danach nicht mehr. Deshalb unbedingt prüfen, dass die schwarze Kappe nicht verkratzt ist, schief sitzt oder gleich ganz fehlt.
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die schwarze Kappe fehlt in der Tat.
Wie messe Ich jetzt, ob was verstellt ist und wie stelle Ich dann richtig ein?
Kann man das einem Bosch-Dienst zutrauen ?
Gruß Joe
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- Dr-DJet
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seufz, ich habe jetzt mehrfach gehört, dass Bosch Dienste die Typ 3 SDF ohne schwarze Kappe nicht anfassen... Trotzdem musst Du den Verlust des Vakuums finden. Sonst wird selbst ein korrekt eingestellter SDF im Leerlauf immer Halbgas melden und das Steuergerät fettet an.
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