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Federn für Fliehgewichte

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8 Jahre 11 Monate her #660 von nordfisch
Federn für Fliehgewichte wurde erstellt von nordfisch
Hallo Freunde,
schon vor einigen Jahren hatte ich Probleme mit meinem Verteiler - ein sich verändernder Schließwinkel bei steigender Drehzahl, verbunden mit einem 'springenden' Zündzeitpunkt.
Ich hatte damals erst den Verteiler demontiert, neu gefettet und dann wieder eingebaut - keine Verbesserung.
Ich habe ihn damals gegen ein Neuteil getauscht.
Ich vermutete eine ausgeschlagene Verteilerwelle und packte das Altteil an die Seite.
Wegen der 'Forschungen' zum Thema 'Gebiss' holte ich das Teil wieder vor.

Wie schon damals kann ich am Verteiler eigentlich keinen nennenswerten Verschleiß feststellen.

Meine Vermutung ist, dass die oben beschriebene Problematik durch gedehnte Fliehgewichtsfedern entsteht.
So sehen die Federn (es sind zwei verschiedene montiert) aus:
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Ich habe nachgemessen und festgestellt, dass sich die längere Feder um 1,0 mm - die kürzere sogar um 2,5 mm komprimieren lässt (diese Feder steht ständig unter Vorspannung).

Die längere Feder ist wohl genau um das Maß gedehnt, das man hier als 'Spiel' sieht:
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Meine Versuche, diese Federn 'in neu' zu besorgen, liefen bisher ins Leere. Sie sind jedenfalls nicht mehr als Ersatzteile für meinen Verteiler # 0 231 301 016 PFUX6 bei Bosch gelistet. Ichn kenne daher nicht einmal die Teilenummern.

Eine mögliche Lösung des Problems wäre sicher, die Federhaltebügel an der Verteilerwelle um das Maß nach außen zu biegen, um das die Federn gedehnt sind.

Dafür muss ich aber sicher wissen, dass diese Federn im Originalzustand wirklich 'Windung an Windung' liegen, also dass die vermutete Dehnung auch stimmt.
Einen Verteilerprüfstand besitze ich nicht... das wäre sicher eine weitere Option. Aber so 'freihändig' mit den in verschiedenen Ausführungen erhältlichen Federn aus dem Ami-Zubehörmarkt zu experimentieren, wäre mir wirklich zu aufwändig - um hinterher das Teil wieder ins Lager zu packen.

Also: Weiß jemand gesichert, wie diese Teile 'neu' aussahen?
- Oder hat jemand sogar einen Tipp, wo ich die Teile neu bekommen kann bzw. kennt die Teilenummer?

Viele Grüße
Norbert

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8 Jahre 11 Monate her #661 von Dr-DJet
Dr-DJet antwortete auf Federn für Fliehgewichte
Hallo Norbert,

also den Zündverteiler kenne ich nicht genauer. Aber generell sind Federn duch das Hook'sche Gesetz beschrieben. Also Federkonstante und dazu die Länge. Ob die Windungen aneinander liegen oder nicht, ist unerheblich. Du bräuchtest als Ersatz eine Feder mit gleicher Federkonstante und passender Länge. So eine Federkonstante kann man ausmessen, indem man die Dehnung der Feder mit unterschiedlichen Gewichten misst. Dann hat man die Federkonstate D .

Um zu prüfen, dass die Werte grob passen, bruachst es nicht gleiche einen ZV-Prüfstand.Das kannst Du im Wagen tun, indem Du die Drehzahlverstellung (ohne Unterdruckverstellung) bei verschiedenen Referenzdrehzahlen mit der Stoboskoplampe misst. Bei MB ist das typischerweise Leerlauf, 1500/min und 3000/min. In manchen Handbüchern gibt es auch die Verstellkurven von Bosch,

Wenn Du bei Opel nichts findest, lass es mich wissen. Irgendwo habe ich einen Ordner über Bosch Zündverteiler.

Viele Schraubergrüße - best regards, Dr-DJet Volker
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8 Jahre 11 Monate her #664 von nordfisch
nordfisch antwortete auf Federn für Fliehgewichte
Hallo Volker,
danke erstmal für deine Antwort.
Mir ist das wohl bewusst, dass die Federn in ihrer Kennlinie auch in diesem Zustand nicht geändert sind.
Sie sind jedoch meiner Meinung nach gedehnt - was zu den Problemen führt.
Ich wüsste einfach nur gern, ob die Federn typischerweise Windung an Windung liegen - dann kann ich das einfach durch Verbiegen nachjustieren und brauche nicht mehrere Versuche mit Verteilerausbau, Demontage der Grundplatte etc..
Das Equipment zur Kontrolle der Zündverstellkurve habe ich, die entsprechenden Werte auch.

Es geht mir hierbei auch darum, ein einfaches Workaround zur Problemlösung zu finden.

Falls die Bosch-Fliehgewichtsfedern nämlich ALLE original Windung auf Windung liegen, lässt sich die Problemlösung leicht auf alle anderen Bosch-Verteiler übertragen.

Bei Verteilern aus anderer, insbesondere amerikanischer Produktion, liegen die Federwindungen offenbar auch im Neuzustand nicht immer direkt aufeinander. Da lässt sich die von mir avisierte schrauberpraktische Instandsetzungsmethode also nicht anwenden.

Wäre doch schön, wenn man wieder mal eine Lösung findet, die auch den Profi-Instandsetzern ein Schnippchen schlägt, die sicher lieber Verteiler (zum mehrfachen ehemaligen Neupreis) komplett überholen als sie nur neu zu schmieren und die Federn auszutauschen. :pinch:

Im Übrigen ist es so, dass gerade bei Opel kaum die 123-Ignition zum Einsatz kommt, sondern meist eine Pertronix verbaut wird - die natürlich diesen Fehler nicht 'heilt'. :huh:

Ich selbst bin geradezu stolz drauf, in Mopeds, Motorrädern und Autos noch diese schönen, betriebssicheren und reparierbaren Unterbrecher zu fahren. Ist doch großartig, solche Mehrfach-Unterbrechersätze noch einstellen zu können, wo damals die Fachwerkstätten so ein Gemähre drum gemacht und viele Selber-Schrauber ihre Motoren mit ruiniert haben. B)

Gruß
Norbert

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8 Jahre 11 Monate her - 8 Jahre 11 Monate her #666 von Dr-DJet
Dr-DJet antwortete auf Federn für Fliehgewichte
Hallo Norbert,

irgendwo hier habe ich einen zerlegten 8-Zylinder Zündverteiler liegen. Ich finde ihn nur gerade nicht. Aus der Erinnerung waren beide Federn im Ruhezustand etwas gespannt. Ob die Windungen bei entspannter Feder aneinander liegen, weiß ich nicht mehr. Aber sie waren auch beide identisch.

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Letzte Änderung: 8 Jahre 11 Monate her von Dr-DJet.

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8 Jahre 11 Monate her #672 von Dr-DJet
Dr-DJet antwortete auf Federn für Fliehgewichte
Hallo Norbert,

ich habe heute mal die Verstellkurve aus VDT-WPE 120/2-36 für den Zündverteiler 0 231 301 013, der bis auf das Anschlusskabel mit Deinem 0 231 301 016 identisch ist, herausgesucht.

Tatsächlich besitzt der 2 unterschiedliche Verstellkurven. Eine steile bis etwa 900/min, dann eine flachere (also höhere Federkraft) bis ca. 1800/min. Damit wäre es richtig, dass Du zwei verschiedene Federn hast und dass die eine erst ab ca, 900/min greifen darf.

Deshalb würde ich vorschlagen: Zerlegen, säubern und neu mit Heißlagerfett abschmieren, ohne die Federn anzurühren. Das scheint so zu stimmen.

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8 Jahre 11 Monate her #673 von nordfisch
nordfisch antwortete auf Federn für Fliehgewichte
Hallo Volker,
danke fürs Mitdenken...
Den Verteiler neu geschmiert hatte ich schon mal. Das hat nichts verändert, wie ich oben schon geschrieben hatte.
Die 'vorgeschriebene' Leerlaufdrehzahl von 800-850 1/min liegt verdammt nah dran an den 900 1/min, wo die 'zweite Stufe' der Drehzahlverstellung einsetzen soll. Wenn da also die Federn nur minimal gelängt sind, kann das aus meiner Sicht schon zu diesem springenden ZZP bei Leerlaufdrehzahl führen.

- Für mich ist das nicht wirklich wichtig, diesen Reserveverteiler jetzt wieder perfekt justiert ins Regal zu legen. Ich warte mal noch ab und gucke bei Teilehändlern in die Sammelkästen, bis ich mal solche Federn 'in Neu' finde. Ich habe Zeit. Und dank der modernen Technik (Smartphone) kann man heute sogar von irgendwelchen Teilemärkten aus auf die häuslichen Kataloge, Notizen und Bilder zugreifen, was die Sache ja enorm erleichtert.

Gruß
Norbert

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