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Mann-O-Meter
- iolo
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habe letztens in den SM einen neue Benzinpumpe (Pierburg 7.21287.53.0) eingebaut, da die alte originale Bosch 0 580 464 010 verdächtige schnarrenden Geräusche machte.
Bis auf den fehlenden 90°-Anschluss auf der Druckseite ist der Einbau völlig problemlos. Netter Nebeneffekt, durch die Gummiumantelung ist die Pumpe fast nicht mehr zu hören.
Also noch rasch den Benzindruck kontrolliert, dafür habe ich mir extra ein Manometer von WIKA 0 - 2,5 bar und Genauigkeitsklasse 2,5 gekauft. Schlauch vom Kaltstartventil abgezogen und an das Manometer angeschlossen, Motor gestartet und.... häh???...nur 1,65 bar???!!!??? Kann ja wohl nicht sein. Also nochmal die alte Boschpumpe provisorisch angeschlossen und ....wieder nur 1,65 bar. Seltsam. Die Karre läuft eigentlich super, keine Probleme erkennbar.
Ok, bevor ich jetzt am Druckregler schraube, erstmal kontrollieren ob das Manometer richtig anzeigt. Zum Glück hatte ich noch ein anderes Manometer aus einem Benzindruck-Mess-Set das ich mal vor Jahren gekauft hatte und mit dem ich auch damals den Druck eingestellt habe. Das Manometer geht zwar bis 7 bar, an der Skalenteilung lassen sich aber trotzdem 0,1-Schritte ablesen. Also das Ding angeschlossen und .... genau 2,0 bar. Wie jetzt?? Was soll ich jetzt glauben? Wie ich so was hasse!!!
Also neue Pumpe endgültig wieder eingebaut (an der liegt es ja nicht) und Auto erst mal weggestellt. Hab dann nochmals ein Manometer bestellt und bin diesmal in die Vollen gegangen. Ist zwar auch wieder von WIKA aber dieses mal Durchmesser 10 cm, alles aus Metall, glyzeringedämpft und Genauigkeitsklasse 1,0. Nach einer Woche war das gute Stück da.
Ahh, herrlich wie schwer das Ding ist, macht einen absolut wertigen Eindruck.
Dann wieder Druckmessung am SM und....... 1,80 bar.
Na klasse, 3 Geräte und 3 unterschiedliche Anzeigen
Hab dann mal rumgefragt und bei einem Maschinenbaubetrieb durfte ich mir tatsächlich ein kalibriertes und geeichtes Manometer ausleihen.
Wieder zurück am Auto und Teil drangehängt ...1,80 bar. Ah ha, hab ich dich.
Das 10 cm, Vollmetall-Manometer geht also richtig.
Damit konnte ich den Benzindruck jetzt ruhigen Gewissens endlich auf die richtigen 2,0 bar einstellen.
Wer billig einkauft, kauft zweimal. Der Spruch hat sich mal wieder bewahrheitet.
Das Manometer kostet übrigens 83,86 EUR.
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Von links nach rechts:
- Manometer aus Benzindruck-Mess-Set ,Material Plastik, Durchmesser 75 mm, 0 - 7 bar- keine Genauigkeitsklasse angegeben - Abweichung 0,2 bar
- Manometer WIKA , Material Plastik, Durchmesser 63 mm, 0 - 2,5 bar, Genauigkeitsklasse 2,5 - Abweichung 0,15 bar
- Manometer WIKA , Material Edelstahl, Durchmesser 100 mm, 0 - 2,5 bar, Genauigkeitsklasse 1,0 - Abweichung 0,0 bar
Gruß
Immanuel
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ja toller Bericht. Beim Benzindruck setze ich auch auf Qualitätsmanometer. Es gibt da übrigens noch etwas, was man beachten muss: Eigentlich müsste man vor das Manometer noch ein Entlüftungsventil setzen. Sonst können sich da Luft- und Dampfblasen bilden und die verfälschen auch die Messung. Ich habe mich so mal aufs Kreuz gelegt, als ich mein Manometer permanent angeschlossen ließ. Kalt Motor eingestellt, okay. Warm gefahren nur 1,8 Bar und wieder hochgedreht. Dann kalt zu hoch und so ging das Spiel weiter bis ich am Ende einen 3-Meter Schlauch angeschlossen habe. Da blieb dann alles stabil. Und das K-Jetronic Messgerät KDJE-100 von Bosch hat z.B. so ein Entlüftungsventil verbaut.
Genauigkeit kostet in der Messtechnik ihren Preis. Ich habe selbst mal Messtechnik gebaut und verkauft. Die Genauigkeiten bewegten sich in Prozentbruchteilen für die Industrie. Das waren aber keine mechanischen Manometer. Da wurde die Druckabhängigkeit von Siliziumchips genutzt und alles wurde im Reinraum begonnen.
Viele Schraubergrüße - best regards, Dr-DJet Volker
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- nordfisch
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Ich kann das bestätigen. Gerade als ich unlängst eine Kraftstoffpumpe testete, zeigte sich das Phänomen, dass das vorhandene Überdruckventil der Pumpe erst bei über 9 Bar ansprach. Als das Manometer dann entlüftet war (dank einer geringen, nicht beabsichtigten Undichtigkeit an ihrem Anschluss) sprach das Ventil bei ca. 5 bar an, der vom Manometer angezeigte Druck sank jedenfalls so weit ab.Volker schrieb: ... Es gibt da übrigens noch etwas, was man beachten muss: Eigentlich müsste man vor das Manometer noch ein Entlüftungsventil setzen. Sonst können sich da Luft- und Dampfblasen bilden und die verfälschen auch die Messung.
...
Ich halte beides für möglich - Fehlanzeige des Manometers, aber auch Fehlfunktion des Ventils.
Jedenfalls hat Luft in der Messapparatur nichts zu suchen.
Gruß
Norbert
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- iolo
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dass gute Messtechnik, insbesondere mechanische, teuer ist war mir eigentlich bekannt.
Die Abweichung von dem NoName-Manometer aus dem Set kann ich verstehen, bei der Auflösung kann man nicht mehr erwarten.
Dass aber ein Manometer mit der Genauigkeitsklasse 2,5 dermaßen daneben liegt war mir neu.
Die Abweichung sollte doch lediglich ± 2,5% betragen. Bei mir waren es über 8 %
Ach so, Schlauch war so weit wie möglich entlüftet. Wobei in meinem Fall der Motor gar nicht gelaufen ist. Hab das EFAW zur Steuerung der Pumpe benutzt.
Bei konstanten Temperaturen von Benzin und Luft sollte es doch eigentlich egal sein ob der Schlauch zu meinetwegen 50% mit Benzin gefüllt ist.
In diesem kleinen geschlossenen System (Schlauch bis Manometer) ist der Druck doch überall gleich?
Noch etwas, das besagte Manometer hat eine Scheibe aus durchsichtigem Plastik. Diese ist NICHT benzinfest.
Beim abziehen des Schlauches war noch ein bisschen Restdruck drauf und etwas Benzin ist auf 's Manometer getropft. Die Scheibe war an dieser Stelle sofort blind bzw. klebrig.
Gruß
Immanuel
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ja das kenne ich mit den Plastikscheiben. Deshalb verwende ich auch eine glyzeringedämpftes Manometer mit Edelstahlgehäuse und Glasscheibe.
Wenn sich etwas Luft im Schlauch sammelt, kann das die Messung verfälschen. Gas ist kompressibel, Flüssigkeit nicht.
Viele Schraubergrüße - best regards, Dr-DJet Volker
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- phivo
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Wenn schon bei Marken-Messgeräten solche Unterschiede auftreten, muss ich dringend mein billiges China-Manometer ersetzen.
Bei der Suche bin gerade über den (von Volker auch schon genannten) tollen zeitgenössischen Benzindruckkoffer Bosch KDJE-K 100 gestolpert:
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Für mein Budget stimmt leider das Verhältnis von Preis und Wichtigkeit nicht, aber toll finde ich den trotzdem.
Interessant finde ich vorallem das Entlüftungsventil. Hat jemand schonmal ein handelsübliches Manometer mit einem bezahlbaren Entflüftungventil (was ich bisher noch nicht finden konnte) kombiniert?
Danke & Gruß
Phillip (der weder verwandt noch verschwägert ist mit dem verlinkten Anbieter
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das Bosch Manometer KD-JE 100 habe ich auch und nutze es bei der K-Jetronic. Das Entlüftungsventil ist toll und leider konnte ich noch kein ähnliches finden, um mein D-Jeronic Manometer damit auszustatten. Bei der K-jetronic braucht man ja noch ein Zweiwegeventil, um den Fluss zwischen Warmlaufregler und Systemdruckregler sperren zu können.
Ich habe mir inzwischen auch den Mengendurchflussmesser KD JE 7451 oder KD-JE P 300 bzw. KD-JE P 200 zugelegt. Das sind zwei Schwebekörper Durchflussmesser für kleine und große Durchflussmengen. Da kann man dann jedes Einspritzventil der K-Jetronic und L-Jetronic anschließen und den Durchfluss auf der Skala messen. Das ist etwas präziser als meine Gläschenmethode. Und der Restsprit kann auch gleich in den Tank zurückgeleitet werden. Ich muss mal überlegen, ob ich die D-Jetronic da irgendwie adaptieren kann.
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- Obelix
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Nachdem ich ja in der Werkstatt diese K-Jetronic Manometer in allen Farben und Formen rumliegen habe (von Bosch und Mercedes) stellt sich mir eine Frage :
Wo soll denn dieses Entlüfterventil bitte sein?
Gruß
Obelix
Gruß
Christian
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mein KD-JE K 100 hat einen Entlüfterkknopf aus Messing direkt am Fuß des Manometers angeflanscht. Ist wirklich recht praktisch.
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- Obelix
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Again what learned... Wie der Loddar sagen würde !
Bei der Mercedes Version ist das nicht vorhanden.
Gruß
Obelix
Gruß
Christian
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Ihr seid schon doll in Englisch
Wenn ich daran denke, mache ich mal ein Foto davon, wenn ich in der Halle bin. Es mach auch wirklich Sinn. mich hat mal mein permanent statt des Kaltstartventils montiertes Manometer genarrt. Es zeigt im kalten immer einen höheren Benzindruck an als am warmen Motor. Es hatte ein Edelstahlgehäuse und so haben sich da immer Dampfblasen gebildet. Nach 3 Mal nachstellen habe ich einen 3 Meter Benzinschlauch dran gemacht und bin so gefahren. Da habe ich dann gesehen, dass der Benzindruck nicht schwankt. Mit dem Ventil hätte ich das gleich gesehen.
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