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Die Bosch K-Jetronic kam 1972 auf den Markt und war wieder rein mechanisch.ohne jegliche Elektronik

Spritzbild der ESV bei Leerlaufmenge / Einfluss Mengenteiler-Grundeinstellung

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06 Oct 2026 12:23 #25288 by Stebo
Hallo Zusammen,


ich bitte um Hilfestellung/Beurteilung zu den Einspritzdüsen und deren Spritzbild.

Es geht dabei um einen M117.968 RÜF / 10:1.

Ich habe seit je her mit einem unrunden Leerlauf zu kämpfen. Nun, nachdem ich die Köpfe hab machen lassen, dachte ich eigentlich es muss Ruhe sein, da ich zuvor schon Zündung und Falschluft und weiteres ausgeschlossen hatte.

Es ist besser geworden, aber noch nicht wie ich es erwarten würde. Zusätzlich habe ich einen HC-Wert von ca 380 bei einem CO von 2 festgestellt. (Zylinder Vergleich/Abschaltung nicht gemacht)

Also habe ich meinen LMM samt Düsen ausgebaut und auf die Werkbank gebracht. Ein Spritpumpenpaket  angeschlossen und nach Spülung mit Liqui moly 5153 angefangen unter Realbedingungen zu gucken was los ist.

Bevor ich mich mit Falschluft, Motorlagern, AGR, Steuerzeiten usw. zum Thema beschäftigt habe, habe ich relativ zu begin die Einspritzventile getauscht. Damals eigentlich noch im Sinne von Teileweitwurf, da ich mit der ganzen Materie noch nicht sonderlich vertraut war. Wie auch immer- die ESV (0 437 502 054 - Viton) sind ca 10tkm alt.

Die Auslenkung der Stauscheibe habe ich bei laufenden Motor (650UMIN) gemessen und nun auf der Werkbank übertragen eingestellt.

Hierbei habe ich festgestellt, dass die Mehrzahl der Düsen dann tropfen. 2-3 Düsen haben ein Sprühstrahl der aus vielleicht 3-6 einzelnen Strahlen (strähnig) besteht, aber es ist kein wirklicher Nebel.

Die Mengen (mit Düsen) ergeben sich mit ca. 5 cm3/min und einer Streuung unterhalb von 5%.
Somit sind diese tendenziell wohl OK, aber das Spritzbild eben nicht, was dann wiederum den unrunden Leerlauf und erhöhten HC erklären könnte.

Da man von durchwachsener Qualität und auch von gefälschten Teilen lesen kann habe ich neue Düsen besorgt. Aber auch hiermit ergibt sich das gleiche Bild. Bei Tausch der Düsen wandert das Bild eher mit,allerdings auch nicht zu 100%.


Im 107 Forum  Welche Einspritzventile? - Sternzeit 107   habe ich von jemandem gelesen, der einen ähnlichen Aufbau hatte und dort war der Tenor, man solle die richtige Abdrückvorrichtung nehmen um die Düsen zu prüfen. Ok, da ich auch mit den neuen Düsen zu einer Tropfenbildung komme, spricht das dann gegen meinen Testaufbau? Wie kann das sein?

Genau genommen fordert das WIS  für die Vitondüsen keine Überprüfung des Spritzbildes. Es kann wohl trotzdem erwartet werden, dass sich diese mindestens so gut verhalten müssen wie die Vorgänger. Der Vorteil dieser ist das bessere "dichthalten" - allerdings kann man auch zu den Stahldüsen lesen, dass diese ein angeblich besseres Spritzbild haben sollen....was soll man glauben?

Ob an dem Mengenteiler schon mal was gemacht wurde weiss ich nicht. Ich messe einen Oberkammerdruck von 6,4 bar und mit neuem Bosch EHS den um 0,4 bar geringeren Druck am Prüfanschluss. Mein Manometer ist sicherlich ein Schätzeisen, aber da das EHS neu ist sollte das weniger relevant sein, sofern ich hier richtig bin. Die 0,375 bar kann ich zwar nicht auflösen, aber mit den 6,4 bar dürfte ich wohl grundsätzlich richtig liegen.

Bei Leerlaufbedingungen stelle ich ca. 4 bis 4,2 bar parallel gemessen zu den ESV fest. Egal ob tropfen oder leichter Sprühstrahl. Die Düsen tropfen nicht nach und es tropft auch nicht ohne Auslenkung der Stauscheibe bei laufenden Pumpen.

Die Stauscheibe hat einen Leerweg (mittig) von knapp 0,9mm und die Einstellschraube des Steuerkolbens liegt 0,35 - 0,4mm tiefer anstelle 0,6mm. Ich denke nicht, das an dem Einschlagdorn zur Ruhelage der Stauscheibe schon mal einer dran war. Der Motor springt passabel an und ich habe hier  Wie die Stauscheibe richtig einstellen? - Sternzeit 107   gelesen, dass die Ruhelage nicht sonderlich kritisch scheint solange sie im senkrechten Teil des Trichters liegt, was bei mir der Fall ist.

Wie ist das zu beurteilen?

Kann die nicht korrekte Grundstellung des Steuerkolbens hier einen negativen Einfluss auf das Spritzbild haben?

Mit den 5ml/min liege ich ja eigentlich sogar oberhalb dessen, was man evtl. als Grenzbereich definieren könnte - somit also im Arbeitsbereich. Die Annahme, dass die Düsen dann auch ordentlich zerstäuben müssen muss doch richtig sein, oder?


Bin ich mit meiner Prüfvorrichtung oder auch generell jetzt so auf dem Holzweg, wo doch unrunder Leerlauf und der hohe HC zu der festgestellten Tropfenbildung passen würde?

Viele Grüsse

Stefan

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