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Lampenkontrollgerät 560SL
Lampenkontrollgerät 560SL

Immer mehr Oldtimer werden aus den USA zurück nach Deutschland geholt, oft auch der Mercedes-Benz 560 SL. Der TÜV verlangt für die Zulassung in Deutschland das Stilllegen der Sidemarker und den Umbau der Frontleuchten von sealed beam auf Halogenscheinwerfer. Doch danach leuchtet immer die Glühlampenkontrolllampe im Kombiinstrument permanent. Das kann ich umbauen, ich suche Tester mit einem 560SL um Frankfurt herum.

Der Mercedes-Benz R107 als 4. Vertreter einer langen Ahnenreihe an SL (Super Leicht) Fahrzeugen erfreut sich nach dem 300SL Flügeltürer, dem 190 SL und der Pagode immer größerer Beliebtheit. Dabei werden heutzutage viele nur für den amerikanischen Markt gebauten 560 SL (in Europa gab es stattdessen den 500SL) zurück nach Europa importiert. Neben den unschönen Stoßstangen, die ihm den Spitznamen Mursi (wie der Stamm in Afrika, der sich Scheiben in die Lippe steckt) gegeben haben, müssen die 4 Sidemarker stillgelegt und die Frontscheinwerfer umgebaut werden. Der TÜV schreibt vor, dass von vier runden Sealed Beam Scheinwerfern mit einem kombinierten Abblend- und Fernlicht sowie dem 2. separaten Fernlicht auf europäische Halogen Scheinwerfer mit E-Prüfzeichen umzubauen ist und die Sidemarker dürfen nicht aktiv sein. Danach sieht der 560 SL zwar fast wie die europäischen Verwandten aus, aber oh Schreck die Glühlampenkontrollleuchte im Kombiinstrument leuchtet jetzt permanent. Bisher half dagegen nur der Einbau von Leistungswiderständen als Ersatz für die fehlenden Glühlampen. Diese werden heiß und sind eigentlich eine unschöne Bastellösung. Zusätzlich wollen einige auch das unschöne 3. Bremslicht auf dem Kofferraumdeckel entfernen. Jeder dieser Umbauten können das Lampenkontrollgerät zum Aktivieren der Glühlampenkontrolllampe im Kombiinstrument  bringen.

Lampenkontrollgeräte im Vergleich
Lampenkontrollgeräte im Vergleich

Im Netz geistert ein Umbau mit einem W124/W126 Lampenkontrollgerät herum. Dazu muss man aber die Stecker komplett umbauen und es gibt trotzdem keine Funktionsgarantie. Denn je nach Toleranz der Komparatoren im Lampenkontrollgerät kann das aufgrund unterschiedlicher Leistungen der verbliebenen zu kontrollierenden Glühlampen fehlschlagen. Die 3. Bremsleuchte kann so auf keinen Fall überwacht werden. Deshalb musste eine elektronische Lösung am Lampenkontrollgerät selbst her. Es gibt 3 grundsätzliche Typen. Für W124 und W126 je eine gemeinsame Version für Europa und eine für USA. Der Unterschied sind hier die Sidemarker hinten und die 3. Bremsleuchte sowie die fehlende Nebelschlussleuchte. Der 107 SL ist aber speziell. Während das europäische Lampenkontrollgerät steckerkompatibel zum europäischen W124/W126 ist, hat es trotzdem nicht die gleiche Funktion. Und der 560SL ist komplett anders. Er hat 4 Fernlichter, je eines in einer Zweifadenlampe mit dem Abblendlicht und ein separates zweites Fernlicht. Außerdem hat er 4 separate Sidemarker vorne und hinten. Dehalb ist das 560 SL Lampenkontrollgerät nicht steckerkompatibel zu allen anderen, es hat 5 Kontakte mehr. Man kann also weder das europäische Lampenkontrollgerät noch das des W124/W126 verwenden. Man erkennt das auch schon an der Größe des 560 Lampenkontrollgeräts. Das europäische R107 und W124/W126 lampenkontrollgerät haben zwar die gleichen Stecker und Größe, aber trotzdem unterscheiden sie sich. Woher kommt das? Der R107 hat ein Rücklicht mit einer 5W Soffitte, der W124/W126 haben eine Standard Glühlampe mit 10W. Sonst wären alle LKG für die Europäer identisch. Was also macht so ein Kontrollgerät? Es soll eine Warnung geben, wenn eine der zu überwachenden Glühlampen ausfällt. Die Funktion des Lampenkontrollgeräts habe ich jetzt komplett aufgenommen und analysiert und suche also einen Tester in der Nähe von Frankfurt mit einem 560 SL. Denn ich selbst besitze nur einen Schweizer 450SL von 1973, also weit vor der Zeit der Lampenkontrollgeräte.

Die überwachten Glühlampen bei R107, W124 und W126 ab Modellpflege 1985 sind im einzelnen

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Euer Dr-DJet (Volker)


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